Die EU-Kommission hat am 27. April 2016 das orale Kombinationspräparat Trifluridin/Tipiracil (Lonsurf, Servier) zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (KRK) zugelassen, die bereits mit verfügbaren Therapien behandelt wurden oder die für diese nicht geeignet sind. Diese Therapien beinhalten Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-basierte Chemotherapien, Anti-VEGF- und Anti-EGFR-Substanzen.
Das Kombinationspräparat enthält das Thymidin-basierte Nukleosid-Analogon Trifluridin und den Thymidin-Phosphorylase (TPase)-Inhibitor Tipiracil-Hydrochlorid, die in einem molaren Verhältnis von 1:0,5 kombiniert sind (Masseverhältnis 1:0,471).
Nach Aufnahme in Tumorzellen wird Trifluridin durch die Thymidin-Kinase phosphoryliert und nach weiterer Metabolisierung als ein Desoxyribonucleinsäure (DNA)-Substrat direkt in die DNA eingebaut. Hierdurch greift der Wirkstoff in DNA-Funktionen ein und verhindert die Zellproliferation. Trifluridin wird jedoch rasch durch TPase abgebaut und unterliegt nach oraler Einnahme einem hohen First-Pass-Effekt. Daher wird Trifluridin mit dem TPase-Inhibitor Tipiracil-Hydrochlorid kombiniert. In präklinischen Studien wurde für Trifluridin/Tipiracil-Hydrochlorid sowohl gegen 5-Fluorouracil (5-FU)-sensitive als auch gegen resistente kolorektale Tumorzelllinien eine Tumoraktivität gezeigt.
Quelle:
EPAR der EMA
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Mittwoch, 18. Mai 2016
Dienstag, 1. März 2016
Trifluridin/Tipiracil von der EMA zur Zulassung empfohlen
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Februar 2016 empfohlen, Trifluridin/Tipiracil als Filmtabletten (Lonsurf, Servier) für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom zuzulassen, die zuvor mit anderen Therapien behandelt worden sind oder dafür nicht geeignet sind.
Trifluridin wird durch Thymidinkinase phosphoryliert und in den Zellen zu DNA-Substrat metabolisiert.Es kann direkt in die DNA eingebaut werden und damit die Zellproliferation verhindern. Tipiracil hemmt den Abbau von Trifluridin durch Thymidinphosphorylase.
Im Vergleich zu Best supportive Care verlängert die Kombination das Überleben der Patienten. Häufigste Nebenwirkungen waren Neutropenie, Übelkeit, Fatigue, Anämie und Leukopenie.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 25. Februar 2016
Trifluridin wird durch Thymidinkinase phosphoryliert und in den Zellen zu DNA-Substrat metabolisiert.Es kann direkt in die DNA eingebaut werden und damit die Zellproliferation verhindern. Tipiracil hemmt den Abbau von Trifluridin durch Thymidinphosphorylase.
Im Vergleich zu Best supportive Care verlängert die Kombination das Überleben der Patienten. Häufigste Nebenwirkungen waren Neutropenie, Übelkeit, Fatigue, Anämie und Leukopenie.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 25. Februar 2016
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