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Samstag, 15. Oktober 2011

EU: Dexmedetomidin zugelassen

Die EU-Kommission hat den selektiven Alpha-2-Rezeptoragonisten Dexmedetomidin zur Sedierung intensivmedizinischer Patienten zugelassen.

Dexmedetomidin (Dexdor, Orion Pharma) ist für die Sedierung erwachsener, intensivmedizinisch behandelter Patienten, die eine Sedierungstiefe benötigen, die ein Erwecken durch verbale Stimulation noch erlaubt (dies entspricht einer Klassifikation von 0 bis -3 nach der Richmond Agitation-Sedation Scale (RASS) zugelassen. Dexmedetomidin ist ein selektiver Alpha-2-Rezeptor-Agonist mit einem breiten Spektrum pharmakologischer Eigenschaften. Es wirkt sympatholytisch, indem es die Freisetzung von Noradrenalin in den sympathischen Nervenendigungen reduziert. Die sedierenden Wirkungen werden durch eine verminderte Aktivität im Locus coeruleus, dem vorherrschenden noradrenergen Nucleus, der im Hirnstamm liegt, vermittelt. Dexmedetomidin hat analgetisch
e und Anästhetikum/Analgetikum-sparende Wirkungen. Die kardiovaskulären Wirkungen sind dosisabhängig, wobei bei niedrigeren Infusionsraten die zentralen Wirkungen dominieren, was einen Abfall der Herzfrequenz und des Blutdrucks zur Folge hat. Bei höheren Dosen überwiegen die peripheren vasokonstriktiven Wirkungen, was zu einem Anstieg des systemischen Gefäßwiderstandes und damit des Blutdrucks führt, während die bradykarde Wirkung weiter bestehen bleibt. Dexmedetomidin ist relativ frei von atemdepressiven Wirkungen.

Quelle:
EPAR der EMA

Freitag, 22. Juli 2011

EMA: Zulassung von Dexmedetomidin empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA hat in seiner Sitzung vom 18. bis 21. Juli 2011 empfohlen, Dexmedetomidin für die Sedierung von erwachsenen Intensivpatienten zuzulassen.
Dexmedetomidin (Dexdor, Orion) soll für die Sedierung von erwachsenen Patienten auf der Intensivstation eingesetzt werden. Es erlaubt mehr Flexibilität für Patienten, die keine tiefe Sedierung benötigen. Die Extubationszeit wird im Vergleich zur Standardbehandlung verkürzt.

Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 22. Juli 2011