Posts mit dem Label Husten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Husten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 23. September 2023

Gefapixant von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 15. September 2023 Gefapixant (Lyfnua, MSD Merck Sharp & Dohme) zur oralen Behandlung von chronisch refraktärem Husten oder nicht geklärtem chronischem Husten bei Erwachsenen zugelassen.


Gefapixant ist ein selektiver Antagonist des P2X3-Rezeptors. Gefapixant besitzt auch eine Aktivität gegenüber dem P2X2/3-Rezeptor-Subtyp. P2X3-Rezeptoren sind ATP-abhängige Ionenkanäle, die sich auf sensorischen C-Fasern des Nervus vagus in den Atemwegen finden. C-Fasern werden als Antwort auf Entzündungen oder chemische Reizstoffe aktiviert. Unter Entzündungsbedingungen kommt es zur Ausschüttung von ATP aus Schleimhautzellen der Atemwege. Die Bindung von extrazellulärem ATP an P2X3-Rezeptoren wird von C-Fasern als Signal für eine Schädigung wahrgenommen. Die Aktivierung von C-Fasern, die vom Patienten als Hustenreiz wahrgenommen wird, löst einen Hustenreflex aus. Durch die Blockade der Signalwege von ATP über P2X3-Rezeptoren werden eine übermäßige Aktivierung sensorischer Nerven und übermäßiger Husten, ausgelöst durch extrazelluläres ATP, reduziert.

Die Wirksamkeit von Gefapixant zur Behandlung des chronisch refraktären Hustens oder nicht geklärten chronischen Hustens wurde in zwei 52-wöchigen, multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studien mit Erwachsenen untersucht, die entweder an einem  chronisch refraktären Husten oder an nicht geklärtem chronischem Husten litten. 

Quelle

EPAR der EMA



Samstag, 5. Januar 2008

Honig hilft bei Husten

Buchweizen-Honig lindert bei Kindern den nächtlichen Husten besser als Dextromethorphan oder keine Behandlung. Dies ergab eine Untersuchung mit 105 Kindern im Alter von 2 bis 18 Jahren mit Infektionen der oberen Atemwege. Die Eltern der Kinder mussten einen Fragebogen an zwei Tagen ausfüllen. Am ersten Abend erhielten die Kinder keine Medikation, am zweiten 3o Minuten vor dem Zubettgehen randomisiert Buchweizen-Honig, Dextromethorphan mit künstlichem Honiggeschmack oder keine Behandlung.
Die Ergebnisse zeigten, dass Honig die wirksamste Behandlung war. Er verringerte den Husten und besserte den Schlaf von Kindern und Eltern. Dextromethorphan unterschied sich in der Wirkung nicht von der Gruppe, die keine Behandlung erhielt.
Allgemein bekannt sind die antioxidativen und antimikrobiellen Wirkungen von Honig. Buchweizen-Honig ist ein dunkler Honig, der sich durch eine hohe Konzentration an phenolischen Substanzen auszeichnet. Darüber hinaus gibt es eine Hypothese von Eccles, der vermutet, dass süße Substanzen an sich eine hustenstillende Wirkung haben, weil sie die Speichelsekretion und die Sekretion von Bronchialschleim anregen. Dies wirkt lindernd auf Rachen und Kehlkopf und verringert vor allem trockenen, unproduktiven Husten.
Nun ist mit dieser Studie das belegt, was viele Mütter und Großmütter schon seit Jahrhunderten wissen und praktizieren.
Immerhin gelang hier der Nachweis der Wirkung. Es gibt auch viele "Hausrezepte", für die dies in Studien dann nicht belegt werden kann.

Quelle:
Paul IM et al. Effect of honey, dextromethorphan, and no treatment on nocturnal cough and sleep quality for coughing children and their Parents. Arch Pediatr Adols Med 2007161:1140-6.
clinicaltrials.gov Identifier: NCT00127686.